NGOs: E.ON verschleiert Verantwortung für Klimawandel
epo.de, 11.03.10
Berlin (epo.de). – Germanwatch, Oxfam und die Klima-Allianz haben dem Energiekonzern E.ON am Mittwoch vorgeworfen, er verschleiere in seinem jüngsten Geschäftsbericht seine Verantwortung für den Klimawandel. "E.ON ist mit seinem aus Kohlekraft erzeugten Strom für 40 Millionen Tonnen CO2-Emission pro Jahr in Deutschland verantwortlich. Das ist die Menge, die Norwegen oder Bangladesch jährlich ausstoßen", kritisierte Ann-Kathrin Schneider, Klima-Expertin bei Oxfam Deutschland.
Bisher zahlten hauptsächlich arme Menschen in den Entwicklungsländern den Preis für die klimaschädliche Stromerzeugung, denn sie litten am stärksten unter den Folgen des Klimawandels, wie starken Stürmen, Dürren und Überschwemmungen, sagte Schneider. Ab 2013 werde E.ON Emissionszertifikate für teures Geld ersteigern müssen. Es sei fraglich, ob sich die klimaschädliche Stromerzeugung des Unternehmens dann überhaupt noch betriebswirtschaftlich rechne.
E.ON hatte am Mittwoch einen Umsatz von 82 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Steuern von 9,6 Milliarden Euro im Jahr 2009 bekannt gegeben. Entgegen dem allgemeinen Trend wolle E.ON in den nächsten Jahren gleich an vier Standorten neue klimaschädliche Steinkohlekraftwerke bauen, kritisierte Germanwatch.
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