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Ein Traumpaar: Bio und Fair


Bioboom, 18.09.09

Über 70 Prozent aller "offiziell" gesiegelten Fairtrade-Produkte sind bereits "bio". Naturkostunternehmen setzen ebenfalls auf langfristige und faire Beziehungen zu Partnern und Erzeugern: Gerechtes Handeln ist eines der Gründungsideale der Naturkostbranche. Davon profitieren alle: Produzenten und ihre Familien, Bio-Unternehmen und wir, die Verbraucher, oder besser: Genießer.

Über 70 Prozent aller "offiziell" gesiegelten Fairtrade-Produkte sind bereits "bio". Naturkostunternehmen setzen ebenfalls auf langfristige und faire Beziehungen zu Partnern und Erzeugern: Gerechtes Handeln ist eines der Gründungsideale der Naturkostbranche. Davon profitieren alle: Produzenten und ihre Familien, Bio-Unternehmen und wir, die Verbraucher, oder besser: Genießer.

Die Hütten der Bauern haben jetzt Wassertanks, damit der Regen aufgefangen werden kann. Stolz zeigt Miguel Meélo auf die neuen Vorrichtungen. Jetzt müssen die Frauen nicht mehr zwei Stunden durch den Regenwald zum Fluss laufen.

Miguel Meélo ist Kaffeebauer. Aber nicht nur das. Mit der Firma seiner Familie Américo Melo verarbeitet und exportiert er die Kaffeebohnen von ca. vierzig weiteren Bauern, die ihren Kaffee auf etwa tausend Meter Höhe im Umland von Barahona, einer der ärmsten Regionen der Dominikanischen Republik, kultivieren. Melo ist Partner der Naturkostfirma Rapunzel, die im Rahmen ihres "Hand in Hand"-Programms den Produzenten einen Preis für den Kaffee zahlt, der zwar den Weltmarktpreis als Berechnungsbasis hat, aber immer deutlich darüber liegt. Langfristige Lieferbeziehungen und Abnahmegarantien machen die Zukunft kalkulierbarer, schaffen so auch soziale Absicherung und sogar einen bescheidenen Wohlstand – zum Beispiel Wassertanks.

Im Gegenzug garantiert Meélos Bauerngemeinschaft, dass die strengen Regeln der ökologischen Landwirtschaft eingehalten werden. Das bedeutet vor allem manuellen Zusatzaufwand, Verzicht auf künstliche Pflanzenschutz- und Düngemittel, Anbau in Mischkultur – Landwirtschaft im Einklang mit der Umwelt. Seit Rapunzel vor 17 Jahren das "Hand in Hand" – Programm startete, wuchs die Zahl der Handelspartner stetig auf heute 14 Partner von Asien bis Lateinamerika. 74 Produkte tragen das firmeneigene "Hand in Hand"-Siegel. Ökologischer Landbau ist dabei die Grundvorraussetzung. Er garantiert gesunde Nahrungsmittel, eine intakte Umwelt und damit die Basis für eine nachhaltige Entwicklung.


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