Debatte über CSR im Tourismus notwendig
epo.de, 10.03.10
Berlin (epo.de). – Unternehmensverantwortung im Tourismus darf kein Werbegag sein. Vielmehr müssen Corporate Social Responsibility (CSR) Aktivitäten in Unternehmen zum Kerngeschäft gehören, auf der Führungsebene verankert sein und transparent kommuniziert werden. Das hat der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) anlässlich der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin gefordert.
Das Thema Unternehmensverantwortung habe in Form freiwilliger CSR-Maßnahmen Eingang in den Mainstream der Tourismuswirtschaft gefunden, berichtete der EED am Dienstag. Immer mehr Reiseunternehmen stellten offensiv ihr gesellschaftliches Engagement dar. So begrüßenswert diese Entwicklung sei, so notwendig sei eine Debatte über die Qualität freiwilliger Maßnahmen, so der EED.
"Ob im boomenden Kreuzfahrttourismus oder bei den Trägern der Gipfeltouren am Kilimandscharo – die sozialen und ökologischen Herausforderungen lassen sich nicht kosmetisch bewältigen. Umweltschutz und Arbeitsrechte dürfen nicht allein dem freiwilligen Engagement einzelner Unternehmen überlassen werden", sagte Heinz Fuchs, Leiter der Arbeitsstelle Tourism Watch im Evangelischen Entwicklungsdienst. "Unternehmen, die CSR als Feigenblatt benutzen, gefährden die Glaubwürdigkeit der ganzen Branche. CSR wird dann einen Mehrwert für die nachhaltige Entwicklung im und durch Tourismus haben, wenn Unternehmen nicht hinter gesetzlichen Mindeststandards herlaufen, sondern sie aktiv nach vorne treiben."
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